EZB-Chef sieht Euro-Entwicklung als unvorteilhaft
Man könnte es als Zeichen dafür sehen, dass derzeit selbst viele Insider recht unsicher sind, welche Entwicklungen der Devisenmarkt in den kommenden Wochen und Monaten durchmachen wird. Im Zuge der Gespräche zwischen den Finanzministern der Länder der so genannten Euro-Zone und der Vertreter der Europäischen Zentralbank kam es im Austragungsland Luxemburg kritische Stimmen zur derzeitigen Marschrichtung des Euro.
Probleme für den europäischen Export
Nach Beendigung der Gespräche war es unter anderem EZB-Chef Jean-Claude Trichet, der seinen Sorgen bezüglich eines drohenden Einbruchs im europäischen Export Luft machte. Die momentane überdurchschnittliche Hochphase des Euro könne für die Euro-Länder auf Dauer Nachteile auf dem Weltmarkt nach sich ziehen.
Negativer Einfluss übermäßiger Devisenschwankungen
Grundsätzlich seien derart heftige Schwankungen – in welche Richtung auch immer – regelrecht Gift für den Devisenmarkt, wenn die Wechselkurse allzu rege aus ihren gewohnten Spielräumen ausbrechen, so Trichet nach dem Treffen der Finanzminister am Montagabend. Solche Äußerungen werden von Experten als Hinweis auf die Hilflosigkeit des Marktes in der derzeitigen Wirtschaftslage interpretiert.
Warten auf Intervention aus den USA
Trichet spricht nicht nur für sich, auch die EZB an sich sowie die 16 Finanzminister der Euro-Nationen stellen sich hinter das Statement. Einen Eingriff in den Devisenmarkt wird es aber zumindest auf absehbare Zeit nicht geben. Mit tatsächlichen Handlungen der EU oder der EZB rechnen Analysten nach den Äußerungen vom Montag zunächst nicht. Eher wartet man einstweilen auf ein mögliches Einschreiten und weitere Maßnahmen der US-Regierung. Denn mittlerweile ist der US-Dollar nur noch knapp, 0,667 Euro wert.
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