Juncker: Euro-Gewinn birgt Handelsproblematik für Eurozone
Dass auch Experten mit bisher nicht gekannten Phänomenen ihre lieben Mühen haben, wird derzeit so deutlich wie selten zuvor im Verlaufe der Wirtschaftskrise. Viele Insider befürchten dieser Tage, dass der Trend des Euro nicht durchweg nur positive Veränderungen aus rein wirtschaftlicher Sicht auslösen könnte. So prognostiziert etwa Eurogruppen-Chef Juncker, dass die Entwicklung der Gemeinschaftswährung möglicherweise schon recht bald zu verstärkten Handelsschwierigkeiten führen könnte.
Experten in Lauerstellung
Damit steht Jean-Claude Juncker mitnichten auf verloren, einsamem Posten. Denn auch viele andere Analysten gehen davon aus, dass der Euro derzeit zwar noch auf einem vertretbaren Niveau liege. Die eigentliche Problematik ist vielmehr die, dass niemand so recht einzuschätzen weiß, ab welchem Euro-Stand ein Eingreifen vonseiten der Zentralbank und anderer Instanzen nötig wird. Denn die jetzige Euro-Entwicklung ist und bleibt eine bisher ungekannte. Juncker jedenfalls hält den Status Quo noch für vertretbar.
Keine eindeutigen Meinungen zu kritischer Marke für den Euro
Doch man müsse die Augen offen halten und auf alles vorbereitet sein, um den Moment für eine Intervention nicht zu verpassen. Sonst könnte der steigende Wert des Euro bei den Wechselkursen schon mittelfristig die wirtschaftliche Erholung aufhalten. Doch auch der luxemburgische Ministerpräsident weiß nicht, ab welche Schwelle Maßnahmen ergriffen werden müssen. Bisher hat der Euro seit Januar rund 20 Prozent zulegen können. In den heute beginnenden Gesprächen der Finanzminister der Euro will man nun potentielle Schritte für den Ernstfall erörtern. So will man verhindern, dass der richtige Augenblick beim Euro-Höhenflug nicht verpasst wird.
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