Euro vor ZEW-Ergebnissen im Ruhe-Modus
Verwunderlich ist es am heutigen Tage nicht, dass der Euro einen vorübergehenden Stopp seines Aufwärtstrends eingelegt hat. Denn schon im Verlaufe des Montags hatten Zurückhaltung und Vorsicht bei den Händlern Einzug gehalten. Der Grund für diese verändere Ausgangssituation war die Erwartung der Aussagen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Am heutigen Morgen standen die aktuellen Ergebnisse der regelmäßig durchgeführten ZEW-Umfrage zu den Konjunkturerwartungen ins Haus.
Oktober-Erwartungen sprechen für Konjunktur-Erholung
Für diesen Monat sanken diese Erwartungen nun auf einen Wert von 56,0 Punkten nach einem Stand von 57,7 Punkten im September. Beim ZEW äußert sich Präsident Franz in verhalten optimistischer Weise mit der Prognose, dass sich die Konjunktur in den kommenden Monaten stabilisieren, eventuell minimal verbessern könnte.
Meldungen aus Nordkorea steigern Dollar-Nachfrage
Für den Euro bedeutet dies, dass vielleicht schon bald dauerhaft die Grenze von 1,48 US-Dollar überwunden werden könnte. Einfluss auf die kommenden Entwicklungen des Euro wird jedoch die aktuelle Nachrichtenlage aus Nordkorea haben. Derzeit wird spekuliert, dass das Land erneut in den Vorbereitungen für Raketentests stecke.
Euro-Optimismus ausgebremst?
Ausgelöst durch diese Meldungen nutzen viele Händler die Gelegenheit, um Leerpositionen mit US-Dollars abzudecken. Sollte sich dieses Vorgehen etablieren, wäre das fortgesetzte Vorankommen für den Euro in die Zone über 1,48 US-Dollar zunächst einmal eher unwahrscheinlich. Eine Bestätigung oder Widerlegung dieser Gerüchte könnte den US-Dollar jedoch zügig wieder seiner Puste berauben und den Euro nach vorne treiben.
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