Euro legt nach Konjunkturdaten für Europa zu
Auch wenn die aktuellen Entwicklungen auf dem Devisenmarkt vielen Anlegern große Freude bereiten, für die Regierung Obama ist die weiterhin schlechte Marschrichtung des US-Dollars ein beim besten Willen nicht geringes Problem. Nach der Veröffentlichung durchaus positiver Konjunkturdaten sowie den optimistischen Prognosen vieler Unternehmen in Europa kann der Euro dem US-Dollar erneut einiges an Wert abnehmen. So erreicht der Euro pünktlich zum Endspurt der Woche seinen Höchststand seit August 2008, während der Dollar seinerseits im Vergleich zu sechs internationalen bedeutenden Handelsdevisen seinen Tiefstpunkt seit dem gleichen Zeitpunkt ansteuerte zur Wochenmitte.
Probleme für den Export
Was aus Sicht des Euro zunächst nach einer günstigen Entwicklung ausschauen mag, ist aus unternehmerischer nicht unbedingt eine vorteilhafte Veränderung. Denn für Deutschland als bisherigen Exportweltmeister etwa lässt ein extrem starker Euro die Nachfrage aus dem Ausland zunehmend sinken. Dies lässt nicht nur bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer Sorgenfalten entstehen.
Weiterhin niedrige Leitzinsen in den USA erwartet
So kommen inzwischen erste Forderungen aus der Wirtschaft auf, die sowohl in Richtung der US-Regierung als auch der Europäischen Zentralbank gehen. Denn bisher ist an beiden Stellen nichts von Bemühungen zu bemerken, um entweder etwas gegen die Skepsis der Anleger gegenüber der US-Politik zu unternehmen oder der fortgesetzten Euro-Aufwertung entsprechende Maßnahmen entgegenzusetzen. Die Prognosen der Anleger sind eindeutig. So erwartet man in den USA ein Aufrechterhalten der bisherigen Zinspolitik beim Leitzins, während für die Eurozone eine deutlich frühere Anhebung des Leitzinses als wahrscheinlich erachtet wird. Bis dahin wird der Euro wohl erneut auf die Marke von 1,50 US-Dollar zusteuern.
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