EZB-Chef hält Euro für gut aufgestellt
Um am heutigen Tage thematisch konsequent zu bleiben, soll es auch im Folgenden einen Zusammenhang mit der Europäischen Zentralbank bzw. ihrem ersten Mann Jean-Claude Trichet gehen. Der EZB-Chef äußerte in seinen erfahrungsgemäß treffsicheren Vorhersagen erneut, dass er sich keine Sorgen um mögliche Kursverluste bei der Gemeinschaftswährung macht. Damit tritt Trichet entschieden den Skeptikern entgegen, die das derzeitige Euro-Hoch eher als Ausnahme betrachten und vor baldigen Verlusten warnen.
Euro behauptet sich frühzeitig
Als müsste er die Aussagen des Experten bestätigen, legt der Euro nach einem EZB-Referenzkurs von 1,4694 US-Dollar am Mittwoch schon am frühen Donnerstagmorgen auf immerhin 1,4755 US-Dollar zu. Eine allzu große Bedeutung schreiben die Analysten dabei der bevorstehenden EZB-Sitzung im italienischen Venedig nicht zu. Vorteilhaft wirkt sich ein so starker Eurokurs für die Verbraucher im Bereich des Rohölpreise aus. Diese werden durch den Euro abgefedert.
Dollar-Abwertung durchaus strittig
Auch in anderer Sache nutzt Trichet die Gunst der Stunde, sich zu den Devisenentwicklungen zu Wort zu melden. Zuletzt war an vielen zentralen Stellen der Weltwirtschaft über eine notwendige Neuorganisation der bisherigen Strukturen diskutiert worden. Anders als so manch anderer Experte sieht Trichet eine Abwertung des US-Dollars nicht als einzig logische Konsequenz dieser Neuordnung.
Währungen müssen sich behaupten
Vielmehr sieht der EZB-Chef den Handlungsbedarf an anderer Stelle. Nicht der US-Dollar oder Euro müssten abgewertet werden, um für ein gesundes Kräfteverhältnis zu sorgen. Im Gegenteil müssten sich eher die anderen Währungen behaupten und stärker werden. Anstelle von Abwertung ist somit eher eine Aufwertung der Währungen der Schwellenländer gefragt.
Verwandte Beiträge:
