Asiens fehlendes Vertrauen in USA
Auch weiterhin nutzen viele Anleger an der Börse in Tokio die Gunst der Stunde, um sich von kritischen Papieren zu trennen. Für diese Entwicklung gibt es zwei Gründe. Zum einem zeigt sich der Yen auch weiterhin als überzeugend und robust. Doch die Währung ist nicht der einzige Auslöser für den vorherrschenden Verkaufsdruck in Asien.
Nikkei dank US-Wirtschaft belastet
So gab der Leitindex Nikkei nicht zuletzt auch deshalb um 2,5 Prozent (aktuell knapp 9730 Punkte – niedrigster Schluss-Wert seit rund acht Wochen) nach, weil auf den asiatischen Märkten – anders als an so mancher europäischen Börse – das Vertrauen in die derzeitigen und kommenden Daten zur US-Wirtschaftslage. Ausgelöst worden waren die deutlich schlechteren Aussichten an den US-Börsen vor allem durch die neuen Zahlen der Automobilbranche. Dort hat das Ende der staatlichen Konjunkturprogramme für die Branche das erwartete drastische Absatzminus verursacht. Entgegen den Prognosen der Automobilkonzerne.
Starker Yen setzt Tokio unter Druck
Nicht nur der Nikkei beugte sich bedingt dem zunehmenden Druck durch den Yen. Auch der Topix Index sank um deutlich mehr als zwei Prozent. Wie kaum anders zu erwarten war, waren es vor allem die Werte der Exportbranche, die von Kursverlusten betroffen waren. Darüber hinaus waren es die Unternehmen des Automobilsektors und der Stahlbranche, die ihrerseits erheblich sinkende Kurse beklagten.
Auch Hongkong und Taiwan von amerikanischen Konjunkturprognosen betroffen
Während der TAIEX in Taiwan mit einem Minus von 1,77 Prozent noch relativ weich fällt, geht dem Hang Seng Index in Hongkong wesentlich rasanter die Puste aus. Während die anderen asiatischen Börsen im Feiertagswochenende sind gab der Leitindex der Hongkonger Börse um 2,8 Prozent nach.
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