Schwacher US-Dollar kein wirkliches Problem?
Die Devisenmarkt-Experten sind derzeit ausgesprochen uneins darüber, ob der aktuell so schwache US-Dollar nun ein echtes Problem darstellt oder ob es sich nur eine vorübergehende Ruhe vor dem Sturm handelt, bevor sich die US-Währung wieder auf ihre alte Stärke besinnt. So erwarten die meisten Kenner des Marktes nicht, dass mit umfangreichen Interventionsmaßnahmen aus Europa oder den USA zu rechnen ist.
FED gibt sich relativ entspannt
Interessanterweise sorgen sich die Euro-Nationen momentan scheinbar deutlich mehr um die negativen Entwicklungen des US-Dollars, als es in den USA selbst der Fall ist. Dies verwundert in Europa manchen Analysten. Sollte ein starker US-Dollar doch eigentlich vor allem aufseiten der Regierung in Washington ein erstrebenswertes Ziel sein. Doch vonseiten der FED ist bisher kein Zeichen zu vernehmen, dass auf eine Anhebung der US-Leitzinsen schließen ließe.
Geduld beim Dollar gefragt
So wartet man lieber ab, bis sich der Dollar aus eigener Kraft oder wegen sinkender Wertigkeit bei anderen Währungen wieder erholt. Erste Entwicklungen diesbezüglich sind derzeit etwa im Devisenhandel in Fernost zu vermerken. Dort gab der Euro am heutigen Tage immerhin geringfügig gegenüber dem US-Dollar nach und löste sich von seinem bisherigen Rekordwert. Auch gegenüber dem japanischen Yen hatte der Euro zum Zeitpunkt des Handelsschlusses an den Börsen in den USA nachgegeben.
Der Devisenmarkt und die Selbstregulierung
Vielleicht reguliert sich der Devisenmarkt somit also sukzessive auf mittelfristige Sicht in Eigenregie, ohne dass EZB oder FED Schritte welcher Art auch immer ergreifen müssten. Mit einer Erholung des Dollar jedenfalls rechnen viele. Vorher Maßnahmen von Bankenseite zu ergreifen, wäre in erster Linie wohl vergebene Liebesmüh. Als Katastrophe schätzen ohnehin nicht alle den derzeitigen US-Dollar-Kurs ein.
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